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Das traurige Ende der 19. Loveparade
Es sollte die größte Party im Verlauf der Kulturhauptstadt Ruhr2010 geben – aber es wurde die schrecklichste Tragödie nach dem 2. Weltkrieg für Duisburg. Für die meisten ist es auch zwei Tage nach dem Vorfall noch unfassbar was dort gegen 16.30 Uhr passierte. Die Frage die man sich in anbetracht der Tatsache von 20 Toten und einigen hunderten Verletzten stellen musst ist ganz klar, die der Schuld.
Doch wer trägt Schuld daran, dass an diesem Samstag 20 Menschen sterben mussten obwohl sie eigentlich nur friedlich feiern wollten? Die Pressekonferenz am Sonntag danach war mehr als lächerlich von Seiten der Veranstalter sowie der Verantwortlichen seitens der Stadt. Auf die meisten Fragen wurde nur ausweichend geantwortet, die Journalisten mussten meistens zwei bis dreimal nachfragen und sagen, dass sie die Frage beantwortet haben wollen und nicht etwas anderes. Pünktlich nach einer Stunde war auch schon wieder Ende – man müsse wieder in die Kriesenstäbe. Allein dieses Verhalten sehe ich persönlich mehr als fraglich an, denn gegenüber den Angehörigen ist dieses mehr als respektlos. In diesem Zusammenhang muss auch Eva Hermann genannt werden (bis 2007 ARD Tagesschausprecherin), welche einen sehr fragwürdigen Artikel geschrieben hat. Dieser Artikel beschreibt die Katastrophe mit einem sehr komischen Unterton, man könnte meinen Sie gibt den Ravern selbst die Schuld.
Zudem, das wird auch schnell deutlich, birgt das »friedliche Fest fröhlicher, junger Menschen« in Wirklichkeit eine Menge Aggressionspotential. Der Alkohol und die Drogen wirken schnell, viele kommen bereits am Nachmittag in völlig verglastem Zustand an.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es reine Spekulation zu sagen das Unglück ist aufgrund des Eingangs durch den Tunnel geschehen. Eventuell hätte die Möglichkeit eines “offenen Geländes” einen Stau von Besuchern verhindert, aber wäre es vielleicht dadurch zu einer Überfüllung des Platzes gekommen und es hätte eine Panik auf dem Platz selbst gegeben. Wichtig ist dennoch, dass dieses Unglück aufgeklärt werden muss und auch die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden!
Die Reaktion mit dem Ende der Loveparade kann sicher jeder zum jetzigen Zeitpunkt verstehen aber es ist mal wieder typisch für Deutschland, funktioniert etwas nicht wird es eben einfach verboten und abgeschafft – damit sind natürlich alle Probleme gelöst. Oftmals wird nur leider über dieses Verbot vergessen die eigentliche Ursache des Problems zu untersuchen sodass es möglich wäre, dass es in einem anderen Zusammenhang nochmals zu einem ähnlichem Unglück kommen kann. Man will einfach nicht aus Fehlern lernen.
photo credit: Christoph Müller-Girod
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